Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Limburg

Verabschiedung und Ehrungen verdienter Schiedsleute

Der Vorstand der Schiedsleute Bezirk Wetzlar/Limburg/Dillenburg im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) hatte zur Fortbildung und Jahreshauptversammlung 2017 nach Wetzlar eingeladen. 47 Mitglieder sind der Einladung gefolgt.Nach kurzen Begrüßungsworten hieß der Vorsitzende Manfred Schneider (Wetzlar) den Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, Manfred Wagner, und den Bürgermeister der Gemeinde Hüttenberg Christof Heller willkommen. Beide sollten u.a. für ihre Kommune verdiente und langjährige Schiedsperonen ehren und verabschieden. Helmut Hahn, seit 1991 Schiedsmann in Dutenhofen, Horst Guth von 1973 bis 2013 Schiedsmann in Garbenheim wurden von Obm Manfred Wagner für ihre Verdienste am Gemeinwesen in einer kurzen Laudatio als Vorbilder für ehrenamtlichen Einsatz gelobt und geehrt. Wagner hob besonders das vielfältige Engagement beider in ihren Stadtteilen hervor. So sei Helmut Hahn schon über 30 Jahre Sprecher der Vereinsgemeinschaft Dutenhofen, selbst Vorsitzender eines Vereins, Übungsleiter im TSV und in einigen Vereinsvorständen tätig gewesen und teilweise noch immer tätig. Er ist und war ein Vorbild für ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen Institutionen und das schon fast 60 Jahre. Horst Guth hat sich in Garbenheim ebenfalls in einigen Ehrenämtern Verdienste erworben. 40 Jahre Schiedsmann, Übungsleiter im TSV und Einsatz in der Kommunalpolitik (10 Jahre Ortsbeirat) zeichnen ihn besonders aus. Bm Heller bedankte sich bei Rosmarie Martin aus Hüttenberg-Weidenhausen und sagte, dass sie dort 30 Jahre als Schiedsfrau für die Wahrung des örtlichen Rechtsfriedens zuständig war. Sie engagierte sich außerdem viele Jahre als Gemeindevertreter im Parlament Hüttenbergs für die FWG. Noch heute ist sie im Vorstand des Heimatvereins aktiv. In besonderen Grußworten betonten beide Bürgermeister in unterschiedlichen Interpretationen, dass ehrenamtliche engagierte Bürger für ein gut funktionierendes Miteinander und das Gemeinwohl unerlässlich seien und zu Dank verpflichten. Ohne diese Bereitschaft ehrenamtlich in den Heimatorten mitzuarbeiten wäre vieles nicht zu leisten und unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Die Geehrten erhielten als kleines Dankeschön jeweils Präsente von ihren Kommunen für ihren langjährigen, ehrenamtlichen Einsatz.

Die Verabschiedungen seitens der Bezirksvereinigung erfolgten durch den Vorsitzenden Manfred Schneider. Er bedankte für mehr als 20 Jahre Vorstandarbeit, die sowohl Hahn, Guth und Martin bis heute geleistet haben. Sie haben im geschäftsführenden Vorstand maßgeblich zu einer gedeihlichen Vereinsarbeit beigetragen. Die 3 „Ex-Vorstandsmitglieder“ erhielten je eine Urkunde und wurden zu Ehrenvorstandsmitgliedern ernannt. Obwohl sie nicht mehr als Schiedspersonen tätig sind, so bleiben sie jedoch der Vereinigung als passive Mitglieder erhalten. Es schloss sich eine weitere Ehrung an. Hermann Macht, Schp in Limburg-Linter, wurde für 10 Jahre Treue mit einer Urkunde und der BDS-Medaille ausgezeichnet. Für ebenfalls 10 Jahre Treue standen an, Frederik Bender, Löhnberg, Helmut Jedmowski, Bad Camberg-Würges, Thomas Löthe, Schöffengrund-Niederwetz, Wolfgang Rediske, Wetzaar-Naunheim und Josef Zimmermann, Bad Camberg-Oberselters. Sie waren verhindert. Die Urkunden und Medaillen werden mit einem Dankschreiben nachgereicht.

 

 

Bild 1:  v.l. Horst Guth, Rosemarie Martin, Helmut Hahn, Manfred Schneider
Bild 2:  v.l. Carmen Zühlsdorf-Gerhard, Manfred Schneider, Horst Guth, Rosemarie Martin, Helmut Hahn, Frank Steinraths, Christof Heller, Manfred Wagner
Bild 3:  v.l.  Manfred Schneider, Hermann Macht

Fortbildung - Nachlassrecht - rechtliche Bestimmungen

In der sich anschließenden Fortbildung referierte Regine Leinweber, Rechtspflegerin beim Amtsgericht Wetzlar, über das Thema: „Nachlassrecht“. 47 Teilnehmer folgten gespannt den grundsätzlichen Ausführungen. Frau Leinwerber erläuterte das Erbrecht anschaulich an drei wesentlichen Punkten. Einmal die gesetzliche Erbfolge in den verschiedensten Varianten. Hier spielt die sogenannte „Blutsverwandtschaft „ eine entscheidende Rolle, denn kein Erberechtigter kann sozusagen enterbt werden. Zum anderen wurde die testamentarische Verfügung, (Testament als Willenserklärung) über den Nachlass an mehreren Beispielen vorgetragen, wie z.B. ein handschriftlich oder notariell erstelltes Testament inhaltlich verfasst wird und aussehen könnte. Beim notariell erstellten Testament kann beispielsweise der Erblasser potenzielle Erben ausschließen, Ausnahme, der s.g. Pflichtteil-Anspruch. Das weiteren referierte sie über die Zuständigkeiten der Ortsgerichte (gibt es nur in Hessen) in Sterbefällen und die Aufgaben des Nachlassgerichtes, wie beispielsweise die Testamentseröffnung, den Erbschein, Nachweis einer Erbfolge, Annahme und Ausschlagung der Erbschaft und viele andere Bestimmungen, die im Erbfall anfallen. Die recht umfangreiche Thematik soll in einer weiteren Fortbildungs-einheit vertieft werden.

Jahreshauptversammlung 2017

In der Jahreshauptversammlung 2017 (JHV) berichtete der Vorsitzende Schneider in seiner Jahresbilanz über die wesentlichen Aktivitäten der Vereinigung. In 3 Vorstandsitzungen wurden alle für die Geschäftsabwicklung notwendigen Maßnahmen ausgiebig besprochen. Kernthemen waren die Vorbereitung einer neuen Satzung und Änderungen im Vorstand bei den anstehenden Neuwahlen. Hinzu kamen Abstimmungsgespräche zwischen den Vorstandsmitgliedern, um eine ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung zu gewährleisten. Helmut Hahn erläuterte den Mitgliederbestand und die Statistik der Bezvg im Jahres 2016. Die Vgg verzeichnet 209 Mitglieder, davon 107 Schp, 83 Stv. und 19 Passive. Die Frauenquote beträgt 13 %. Außerdem sind 42 Kommunen (13 Städte und 29 Gemeinden) des  Bezirks als fördernde Mitglieder. In der Statistik wurden 107 Buchfälle registriert, 54,2% erfolgreich geschlichtet. Hinzu kommen 253 Tür- und Angelfälle. In der OMV 2 unserer Bezvg sind alle Schiedspersonen und passive Mitglieder erfasst. Die Vgg führte 2016 mit gutem Erfolg 2 eigene Fortbildungsveranstaltungen durch.
Der Kassenbericht wurde vorgetragen und erläutert. Die Einnahmen und Ausgaben wurden jeweils schwerpunktmäßig aufgezeigt. Aus der Versammlung gab es keine Fragen und Anmerkungen zum Kasssenbericht.
Im Kassenprüfbericht bescheinigte die Prüferin Renate Pfeiffer-Scherf eine saubere, übersichtliche Kassenführung, ohne Beanstandungen. Da auch hier keine Wortmeldungen kamen, stellte Frau Pfeiffer-Scherf den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Die Verabschiedung der neuen Vereinssatzung, ein wichtiger Tagesordnungspunkt.
Der Entwurf wurde vorab in der Homepage veröffentlicht und jetzt der Versammlung nochmals vorgestellt. Nach kurzer Diskussion wurde die vorgelegte Satzung einstimmig beschlossen.

Neuwahlen standen als nächster Punkt auf der Tagesordnung. Die oben genannten, ausgeschiedenen Vorstandmitglieder konnten problemlos ersetzt werden.
Vorschläge und Ergebnisse im Einzelnen:
Der bisherige Vorsitzende: Manfred Schneider, der stellvertretende Vorsitzende Frank Steinraths, die stellvertretende Vorsitzende Carmen Zühlsdorf-Gerhard wurden in ihren Funktionen einstimmig wieder gewählt.
Kassenwart wurde Peter Weigang, Aßlar-Berghausen,
Schriftführer Gudrun Felkl, WZ-Hermannstein
IT-Beauftragter Reiner Jüngst aus Hohenahr. Auch hier erfolgte die Wahl jeweils einstimmig.
Damit war der geschäftsführende Vorstand wieder komplett.
Als Beisitzer wurden folgende Mitglieder bestätigt bzw. gewählt:
Ulf Stachelscheid, Dr. Jörg Rau, Annegret Blücher, Ortwin Schlensog, Birgitt Bach, Peter-Maria Heidrich (alle Wiederwahl), neu Christel Luise Schnorr. Einstimmiges Votum für alle.
Als Kassenprüfer bestätigt bzw. gewählt wurden Renate Pfeiffer-Scherf und Christian Krakow sowie Stellvertreter Manfred Brandtner. Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig.
Alle Gewählten nahmen die Wahl an!
Zum Abschluss der JHV stellte Manfred Schneider die Vorhaben 2018 vor.
Anschließend bedankte er sich bei den Anwesenden für ihre Teilnahme, den ehrenamtlichen Einsatz in der vorgerichtlichen Streitschlichtung und die gute Zusammenarbeit in der Vgg.         HH.

Impressionen von der JHV 2017